Physischer Goldhandel übers Internet

Der physische Handel mit Goldbarren und -Münzen soll zur Krisensicherung dienen. Der Handel kann von Anlegern entweder bei einem Händler vor Ort oder über das Internet bewerkstelligt werden. Der Handel mit Gold kann von Nutzen sein, wenn aktuell maßgebliche Werte, wie etwa die persönliche Arbeitskraft oder eine Währung nicht mehr von Bedeutung sind. Diese Theorie klingt abwegig, hat jedoch während der Finanzkrise 2008/2009 durch die Medien diskutablen Zündstoff erhalten.

Physischer Goldhandel als Form der Geldanlage

Gold bringt keinerlei Kapitalzuwachs in Form von Dividenden oder Zinsen. Aufgrund des aktuell vorherrschenden niedrigen Zinsniveaus hegen viele Investoren und Anleger die Befürchtung einer stark anwachsenden Inflation. Daraus resultierend klettert der Goldkurs auf immer neue Höchstwerte und stellt somit eine attraktive Alternative für hochgradig sensible Anleger sowie gewinnorientierte Investoren dar. Der physische Handel mit Gold ist in Deutschland grundsätzlich mehrwertsteuerfrei. Lediglich auf Sammlermünzen wird eine verringerte Mehrwertsteuer von 7 Prozent angerechnet. Jeder Anleger kann das erworbene Gold nach dem Kauf in einem Tresor bei Brokern oder Geldinstituten einlagern lassen. Dies ist allerdings nicht sehr praktisch und auch recht teuer.

„Gesellschaftsfähig“ durch neugestaltete Prozesse

Onlinebroker wie die DAB-Bank oder die Fidor Bank haben sich der bislang bestehenden Problematik angenommen und neue Verwahrprozesse zur Sicherung des Goldes entwickelt. Ein Webfrontend soll, ähnlich den modernen Onlinebanking-Standards, den physischen Handel mit Gold für alle Interessenten zugänglich machen. Der Vorteil des virtuellen Goldhandels: Das Gold wird in einem gesicherten Geldinstitut eingelagert und tagesaktuell verwaltet. Durch diese Offerte bestimmen die Anleger den Kauf- bzw. Verkaufswert jederzeit mit und sparen zusätzlich Lagerhaltungskosten.

Spezialisierte Gold-Broker

Die DAB-Bank sowie die Fidor Bank AG gehören zu den ersten Vertretern ihrer Art auf dem neu gestalteten Goldmarkt. Bei der DAB-Bank werden Transaktionskosten in Höhe von 1,25 Prozent, mindestens jedoch 20 Euro berechnet. Für die Lagerung veranschlagt das Geldinstitut jährlich 0,285 Prozent exklusive Mehrwertsteuer. Da auf dem Goldmarkt alle Transaktionen in US-Dollar abgewickelt werden, vergibt die DAB-Bank ein kostenloses US-Dollar-Konto. Das erworbene Gold wird bei der UBS Bank in der Schweiz verwaltet.

Fidor setzt auf eine Zusammenarbeit mit GoldMoney und berechnet pro Ankauf 3,24 Prozent. Für den Verkauf werden zusätzlich 0,5 Prozent berechnet. Die Lagerhaltungskosten belaufen sich auf 0,15 Prozent jährlich. Das getätigte Anlagegeschäft wird im Hintergrund über den Partner GoldMoney abgewickelt und ebenfalls in Tresoren in der Schweiz eingelagert. Für eine Auslieferung an den Anleger berechnet die Onlinebank pro 100 Gramm 4,5 Prozent, pro 1 Kilogramm 3,25 Prozent.

Auch andere Broker haben den Trend bereits entdeckt und gehen mit ähnlich gelagerten Angeboten in den Markt (http://www.brokervergleich.de/). Dadurch werden mittelfristig die Gebühren für den physischen Handel mit Gold weiter nachgeben. Weitere Onlinebroker finden sich

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